Das reine Element

In einer Träne ist verborgen
was das Auge nicht mehr sieht
was den Sinnen ist verloren
verschollen fern im Paradies.

In ihr erstrahlt das Ethiktief
zugleich erglüht das Hoffnungshoch
sei der Mensch betucht oder Dieb
Einstein oder einfach nur doof.

Vom AugquellŽ bis zum Meer der Welt
bekehrt sie selbst die schwerste Last
tanzt mit der Freude um ihr Zelt
wäscht mit Eintracht jeden Kontrast.

Sie glänzt schimmernd in der Sonne
ist bei größter Kälte noch vital
eine Träne wiegt eine Tonne
und in ihr befreit sich das All.

(Frankfurter Bibliothek des zeitgenössischen Gedichts 2011
der Bretano-Gesellschaft Frankfurt/M. mbh)
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